Die Olympischen Spiele des Altertums
Die Olympischen Spiele der Antike waren das Sportereignis im Altertum überhaupt. Diese Spiele fanden ungefähr von 776 v. Chr. bis 393 n. Chr. statt und zwar im Wechsel aller 4 Jahre. Aber im 6. Jahrhundert erlosch diese Tradition dann endgültig. Andere Sportwettkämpfe ohne genaue Datierung fanden bereits im 11./ 10. Jahrhundert v. Chr. statt. Erst mit Einführung der Datierung setzten dann auch die Siegerlisten ein. Die älteste bekannte Siegerliste stammt so von Hippias von Elis, der zirka im 5. und 4. Jahrhundert lebte.
Die Antike
Über die Entstehung der Spiele in der Antike gibt es unterschiedliche Meinungen, die sehr auseinander gehen können. Die festlichen Spiele in Olympia waren definitiv immer die bekanntesten, erlangten die höchste Bedeutung und bestanden auch am längsten. Die Olympischen Spiele im Altertum galten dabei als kulturell und politisch ganz besonders. So haben sie eine unvergleichbare Bedeutung erlangt. Sie dienten unter anderem als politisches Forum, da sowohl Volk als auch Diplomaten und politische Vertreter aus allen Teilen der griechischen Welt zusammenkamen. Nach den Perserkriegen kamen dann die Griechen auf den Gedanken, dass Olympia zum Symbol ihrer innerstaatlichen Eintracht werden sollte. Nicht zu unterschätzen, auch im Altertum, war natürlich das enorme organisatorische Talent und die Arbeit, die den Offiziellen in Olympia selbst zur Aufgabe wurden. So waren sie für den reibungslosen Ablauf dieses Großereignisses verantwortlich.
Die Gesellschaft
Menschen aller Gesellschaften und Schichten nutzen diese Tage als gesellschaftliches Forum und selbstverständlich auch zu wirtschaftlichen Aspekten. So gab es neben den Wettkämpfen letztendlich auch Theateraufführungen und andere diverse Unterhaltungen. Das gemeine Volk hauste dabei einfach in Zeltstädten. Als Zuschauer waren lediglich unverheiratete Frauen und freie Männer zugelassen. Letztere durften auch nur an den Wettkämpfen teilnehmen. Dabei war es auch von besonderer Wichtigkeit, dass man als Vollbürger galt, und ohne Blutschuld mit sich führte. Auch ein Verbrechen war nicht gestattet. War man jedoch verheiratet oder unfrei, durfte man den Olympischen Spielen des Altertums nicht beiwohnen. Missachtete man dieses Verbot, wurde dies mit der Todesstrafe geahndet. Für Frauen gab es eigene Wettkämpfe, die ebenfalls aller vier Jahre stattfanden, jedoch immer zwischen den Olympischen Spielen lagen.
Die Wettkämpfe
In der Anfangszeit der Olympischen Spiele des Altertums waren es lediglich sportliche und junge Männer, die an den sportlichen Kämpfen teilnahmen. Diese hatten häufig die Möglichkeit, sich lange Trainingszeiten überhaupt finanziell leisten zu können. Vor Beginn der Wettkämpfe wurde häufig ein Trainingslager eingerichtet, welches die Kämpfer mindestens 30 Tage vor Spielbeginn bezogen haben mussten. Trainingsräume, Bäder und andere wichtige Örtlichkeiten wurden den Kämpfern dann selbstverständlich gestellt. Auch eine spezielle Sportnahrung wurde damals für die Leichtathleten bereits erfunden. Diese bestand aus Gerstenbrot, Weizenbrei und getrockneten Früchten. Sogenannte Wettkampfrichter überprüften die Teilnahmebedingungen der Athleten und überprüften auch die entsprechende Hygiene, das Training und selbstverständlich auch die Beachtung der Wettkampfregeln in Olympia. Bei Regelverstößen hatten sie unter anderem das Recht, körperliche Züchtigung anzuordnen. Politische Konflikte innerhalb von Griechenland sowie der Einfluss des Römischen Reiches wirkten sich ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. erheblich auf die Olympischen Spiele aus. Vermutlich zum letzten Mal wurden die Olympischen Spiele der Antike im Jahre 393 n. Chr. ausgetragen. Der römische Kaiser Theodosius I. ließ im Jahre 394 alle heidnischen Zeremonien verbieten. Die antike Spielstätte wurde 1766 erst wieder entdeckt.
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