Triathlon bei der Olympiade

Unter Triathlon versteht man eine Ausdauersportart, welche aus einem Mehrkampf der Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen mit ununterbrochener Zeitnahme bestehen. Wichtigstes Merkmal des Triathlons ist dabei die ununterbrochene Abfolge der drei verschiedenen Disziplinen und der damit einhergehenden Umstellung der Muskulatur auf die jeweilige Disziplin.

Die Triathlon-Wettkämpfe

ls vermeintlich schwierig angesehen wird dabei die Umstellung von Lauf auf Radfahren. Sehr gute Triathleten zeichnen sich also dadurch aus, dass sie die Übergänge zwischen den einzelnen Disziplinen so kurz wie möglich halten. Der Körper wird also so schnell wie nur möglich auf die neue Belastung eingestellt. Hierfür gibt es selbstverständlich besondere Trainingsformen, die das Ganze erleichtern sollen. Erfunden wurde Triathlon um 1920 in Frankreich. Dabei handelt es sich jedoch hauptsächlich um kleinere Wettkämpfe, die kaum das Interesse der Presse auf sich zogen und somit auch nicht an Bekanntheit gewinnen konnten. Erst im Jahre 1934 erfolgte ein kurzes Aufleuchten dieser besonderen Sportart. So gibt es in Rochelle eine Ausgabe von „Les Trois Sports“ mit einer Kanalüberquerung (zirka 200 Meter), einem 10-Kilometer-Radwettbewerb und einem abschließenden 1200-Meter-Lauf. Aus dieser Zeit stammt unter anderem auch die Lizenz, jedoch wurde es danach trotzdem relativ ruhig um den Triathlon. Erst in Amerika wurde er zu neuem Leben erweckt.

„Ausdauersportkampf“

So wurde der „Ausdauersportkampf“ Mitte der 70er Jahre erneut erfunden. So organisierten die beiden Amerikaner Jack Johnstone und Don Shanahan am 25.09.1974 in San Diego, Kalifornien, den ersten auch sogenannten Triathlon. Es handelte sich dabei eher um ein kleines Rennen, an dem nur lediglich 46 Teilnehmer letztendlich auch mitwirkten. Im Jahr 1994 wurde Triathlon dann endlich auch bei den Olympischen Spielen aufgenommen. In dieser Zeit ist die Leistungslinie und auch die Anzahl der Teilnehmer an dieser Sportart stetig gestiegen und das nicht nur bei den Olympischen Spielen selber. Schaut man sich die Triathlonkultur in Deutschland an, kann man sagen, dass beginnend in den 80er Jahren sowohl in der BRD als auch in der damaligen DDR das Wachstum begann. Durch den allgemein vorhandenen Fitnesstrend hat sich Triathlon auch immer mehr in diese Richtung etabliert. Selbstverständlich gibt es jährlich in zahlreichen verschiedenen Ländern diverse Austragungen von Triathlon, an denen stetig mehr und mehr Menschen teilnehmen. Selbstverständlich gibt es zahlreiche verschiedene Distanzen, die bestritten werden können. Welche Distanz letztendlich für welchen Wettkampf gilt, wird dabei in der Regel individuell festgelegt. Seit Mitte der 90er Jahre gibt es so nun auch die offizielle olympische Distanz.

Seit 2000 Olympia-Disziplin

Seit dem Jahr 2000 gehört Triathlon offiziell zu den Sportarten der Olympischen Spiele. Dabei handelt es sich um eine Kurzdistanz von 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und 10 Kilometern laufen absolviert – die mittlerweile überall bekannte olympische Distanz. Aufgrund der enormen Leistungsdichte ist nunmehr eine Freigabe des ansonsten gegebenen Windschattenfahrverbotes notwendig. Erster Olympiasieger in dieser besonderen Disziplin wurde der Kanadier Simon Whitfield und die Schweizerin Brigitte McMahon. Die Wettkampfstrecke wird selbstverständlich auch hier ohne Unterbrechung absolviert. Dabei ist der Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren und von Radfahren zum Laufen vorgegeben, egal ob es sich dabei um die Olympischen Spiele oder einen normalen Wettkampf für einen wohltätigen Zweck handelt. Herrschen besonders niedrige Wassertemperaturen vor, darf das Schwimmen sogar mit einem kälteschützenden Neoprenanzug ausgetragen werden. Die Regeln beim Radfahren, besonders bezüglich des Materials sind weniger streng, sodass es mittlerweile sogar spezielle Triathlonfahrräder gibt. Des Weiteren herrschen selbstverständlich eine strikte Helmpflicht beim Radfahren sowie das strenge Windschattenfahrverbot. Bei Meisterschaften wird auf letzteres verzichtet.

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