Olympische Winterspiele
Die Olympischen Winterspiele sind ein Teil der Olympischen Spiele und wurden seit 1924 durchgeführt. Zuvor gab es auch Wintersportwettbewerbe, wie beispielsweise das Eiskunstlaufen, welche als Teil der Olympischen Sommerspiele von London 1908 und Antwerpen 1920 waren. Zunächst fanden die Olympischen Winterspiele im selben Jahr wie die Olympischen Sommerspiele statt. Erst seit 1994 werden diese im zweijährigen Wechsel mit den Sommerspielen durchgeführt.
Die Olympischen Winterspiele
In den Olympischen Sommerspielen werden die Olympiaden, das heißt, der Zeitraum zwischen den zwei Spielen gezählt. Bei den Olympischen Winterspielen ist dies jedoch anders. Hier zählt die Zahl der Spiele, das heißt, kriegsbedingt ausgefallene Spiele werden in der offiziellen Zählung nicht berücksichtigt. Die letzten Olympischen Winterspiele fanden vom 12. bis 28. Februar 2010 in Vancouver, Kanada statt. Bei den ersten Olympischen Winterspielen war es nach den damaligen olympischen Regeln dem Organisationskomitee erlaubt, zwei zusätzliche Sportarten offiziell in das Programm aufzunehmen. So wurden in Charmonix Wettbewerbe im Militärpatrouillenlauf und im Curling abgehalten, die erst nachträglich den Status eines Demonstrationswettbewerbes erhielten.
Die Rangliste
Bei sämtlichen Wettkämpfen an Olympischen Spielen, das heißt auch bei den Winterspielen, wird eine Rangliste erstellt. Der ewige Medaillenspiegel ist dabei eine Auflistung aller Medaillen, geordnet nach den Teilnehmerländern, die in der Geschichte der Spiele vergeben wurden. Die Athleten oder auch Mannschaften, die sich an erster, zweiter oder dritter Stelle klassieren, erhalten in der Regel Medaillen als Auszeichnung. Der Gewinner erhält so eine Medaille, die als Goldmedaille bezeichnet wird. Der Zweite erhält dann die Medaille aus Silber und der Dritte die Medaille aus Bronze. Derzeit werden bei den Olympischen Winterspielen zirka 86 Entscheidungen ausgetragen. Davon entfallen ungefähr 46 Wettbewerbe für die Herren und 38 für die Damen. Zusätzlich gibt es bei beiden sogenannte Mixed-Wettkämpfe im Eiskunstlauf.
Die Disziplinen
Zu den Disziplinen zählen Ski-Alpin, Freestyle-Skiing, Skispringen, Nordische Kombination, Langlauf, Snowboard, Biathlon, Eiskunstlauf, Shorttrack, Eisschnelllauf, Rodeln, Bob, Skeleton, Curling und Eishockey. Leider gibt es bei diesen sportlichen Ereignissen auch Todesfälle zu verzeichnen. So starb der georgische Rennrodler Nodar Kumaritaschwili während des letzten Trainings am Tag der Eröffnung der Spiele in Vancouver 2010. Er wurde nach der letzten Kurve aus der Bahn geworfen und prallte gegen einen Stahlträger. Weiterhein verunglückten bei diversen Trainings der vorangegangenen Jahre der britische Rennrodler Kazimierz Kay-Skrzypeski und dem australischen Skifahrer Ross Milne, sowie der Schweizer Teilnehmer Nicolas Bochatay tödlich. So gibt es mittlerweile vier öffentlich bekannt gewordene Todesfälle von qualifizierten Teilnehmern an Olympischen Spielen. Dabei gab es bisher nur Todesfälle bei der Vorbereitung auf die Winterspiele, nie bei den Spielen selber. Mittlerweile werden die Olympischen Spiele regelmäßig ausgetragen.
Die Olympischen Spiele im Vergleich
Dabei gibt es die Olympischen Sommerspiele selbstverständlich wesentlich länger als die Olympischen Winterspiele. Die Sommerspiele begannen bereits im Jahre 1896 und gehen bis in das Altertum zurück. Die Winterspiele dagegen haben bisher eine relativ kurze Historie und besitzen in der Regel auch wesentlich weniger Teilnehmer als die Sommerspiele. So waren bei den Winterspielen 2006 in Turin etwa 2500 Athleten aus 80 verschiedenen Ländern vertreten. Im Vergleich dazu nahmen an den Sommerspielen 2008 in Peking 11.000 Athleten aus 204 verschiedenen Ländern an 302 Wettbewerben teil.
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